Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 008 - 31.03.2020

DGB Niederrhein: Was Beschäftigte jetzt wissen müssen - Informationen in acht Sprachen

DGB fordert Rettungsschirm auch für ArbeitnehmerInnen

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer blicken besorgt in die Zukunft. Viele fragen sich: Was passiert mit meinem Arbeitsplatz und was muss ich heute schon im Umgang mit meinem Arbeitgeber beachten? Beschäftigte in Betrieben mit einem Betriebsrat, einer Personal- oder Mitarbeitervertretung haben da einen direkten Ansprechpartner und eine Interessenvertretung vor Ort. Zudem können Gewerkschaftsmitglieder ihre zuständige Gewerkschaft ansprechen.

Die DGB-Region Niederrhein weist nun auf einige wichtige Informationen hin. Auf der Homepage www.dgb.de werden derzeit die 23 wichtigsten Fragen von Homeoffice über Dienstreisen bis zur Kinderbetreuung beantwortet. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.

„Die meisten Fragen, die uns Gewerkschaften im Moment erreichen, sind Fragen zum Arbeitsrecht. Hier gibt es ein großes Informationsbedürfnis. Erste Anlaufstelle bei Problemen im Betrieb sind die Betriebsräte, die Personalräte und die Mitarbeitervertretungen im kirchlichen Bereich“, sagt Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB Niederrhein.

Auf www.faire-mobilitaet.de sind zudem aktuelle Informationen in acht Sprachen abgefasst, auf Deutsch, Englisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Ungarisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und auf Tschechisch.  Zusätzlich gibt es eine Info-Hotline, zunächst bis Ende April, die jeweiligen Telefonnummern zu den Sprachen sind auf der Homepage hinterlegt. „Informieren Sie sich! Und: Unterschreiben Sie nichts, was Ihnen überstürzt vorgelegt wird und was Sie nicht verstehen!“, rät Wagner.

„Bei der Ausgestaltung des Rettungsschirms kommt es jetzt darauf an, soziale Schieflagen zu vermeiden bzw. zu beheben.“

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern, dass im Rahmen des NRW-Rettungsschirms ein Sonderfond eingerichtet wird, um Unternehmen zu motivieren und zu unterstützen, das Kurzarbeitergeld auf mindestens 80 Prozent aufzustocken. Die teilweise Komplettschließung von Unternehmen bedeutet für die Beschäftigten einen drastischen Verlust im Haushaltseinkommen. Die Lohnersatzleistung von 60% bzw. 67% bei Beschäftigten mit Kindern wird in vielen Haushalten nicht zur Deckung von Miete und Lebensunterhalt reichen. Ein großer Teil der Beschäftigten wird daher auf Leistungen des Arbeitslosengeldes II angewiesen sein. „Wenn Milliardenbeträge zur Rettung der Wirtschaft unseres Landes aufgebracht werden, ist es im Sinne der sozialen Ausgewogenheit, auch für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer notwendige Unterstützungsleistungen anzupassen.“, betont die DGB-Geschäftsführerin weiter. „Die Unternehmen werden durch die Bundesagentur für Arbeit zu 100% von den Sozialabgaben entlastet. Da ist es nur fair, einen Teil davon zum Aufstocken des Kurzarbeitergeldes zu verwenden. In vielen Branchen gibt es bereits entsprechende Tarifverträge, die das umsetzten. Aber es gilt leider nicht überall.“


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