Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 018 - 09.06.2020

DGB-Duisburg zu Ausbildungssituation: mehr Engagement der Betriebe erforderlich

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Im Gegensatz zur sehr positiven Einschätzung der IHK weist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Duisburg auf den großen Rückgang der insgesamt gemeldeten Ausbildungsstellen hin.

In Duisburg ist die Zahl der gemeldeten Stellen um 15,2 Prozent niedriger als im Vorjahr.

„Nur 2.424 Ausbildungsplätze werden derzeit für 2.710 Bewerberinnen und Bewerber angeboten“, berichtet Angelika Wagner, DGB-Geschäftsführerin. „Das sind 434 weniger. Das ist ein dramatischer Rückgang. Da Unternehmen jedoch in die Zukunft planen müssen und Fachkräfte brauchen werden, muss hier dringend mehr getan werden. Obwohl die Finanzierung der Ausbildung ausschließlich Sache der Unternehmen sein muss, befürworten wir die im Konjunkturpaket vorgesehenen finanziellen Hilfen für ausbildende Unternehmen.“

Der DGB weist darauf hin, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht veringern, für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro erhalten, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro. KMU, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Corona-Belastungen fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit bringen, können eine Förderung erhalten. KMU, die die Ausbildung im Betrieb nicht fortsetzen können, sollen die Möglichkeit einer vorübergehenden geförderten betrieblichen Verbund – oder Auftrags-ausbildung erhalten.  Betriebe, die zusätzlich Auszubildende übernehmen, die wegen Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebs ihre Ausbildung nicht fortsetzen können, erhalten eine Übernahmeprämie.


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