Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 033 - 23.08.2018

DGB-Duisburg: Aufruf zum Antikriegstag und zur Aktion "Seebrücke"

DGB-Haus mit Mahnmal

DGB-Region Niederrhein

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Duisburg lädt am Freitag, dem 31. August 2018 um 16:30 Uhr zur

Antikriegstagsveranstaltung in den Sitzungssaal des Duisburger Rathauses ein. Alljährlich zum Antikriegstag am 1. September erinnert der Deutsche Gewerkschaftsbund an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939. Gedacht werden soll auch dem Ende des Ersten Weltkrieges vor einhundert Jahren, im November 1918. In diesen Kriegen fanden Millionen Menschen einen grausamen Tod. Unzählige wurden verwundet und blieben für ihr Leben an Körper und Seele gezeichnet.

„So etwas darf sich nie wiederholen!“ appelliert die DGB-Vorsitzende Angelika Wagner. „Deswegen ist es uns besonders wichtig, dass Erinnerungen und Erkenntnisse weitergegeben werden an die jüngeren Generationen. Gerade jetzt, wo rechte Parteien wieder in politische Parlamenten gewählt wurden und rassistische, antisemitische Parolen verbreiten; wo Menschen auf der Straße angegriffen werden wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft; wo Rapper antisemitische, frauenverachtende und gewaltverherrlichende Texte verfassen und dafür einen Musikpreis erhalten – der dann, als einzige Konsequenz auf den lobenswerten großen Protest, mal eben abgeschafft wird, müssen wir deutlich machen: Nie wieder!“

Der DGB hat den Verein Jungs e.V. eingeladen, der das Projekt HeRoes vorstellen wird. Dort setzen sich junge Menschen für ein gleichberechtigtes Zusammenleben ein, gegen Gewalt und Unterdrückung. Unter anderem organisieren die HeRoes ein Gedenkstättenprojekt „Junge Muslime in Auschwitz“, in dem sich Jugendliche mit Nationalsozialismus und Antisemitismus auseinandersetzen.

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart bauen, denn der Einsatz gegen Rassismus und Menschenverachtung und für Frieden ist wichtiger denn je“, so Wagner weiter.

Die Gedenkveranstaltung im Duisburger Rathaus wird begleitet vom Stattchor Duisburg und endet mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal vor dem DGB-Haus am Stapeltor 17-19.

Um Anmeldung wird gebeten unter duisburg@dgb.de oder telefonisch unter 0203 – 992750 möglich.

Seebrücke

Seebrücke Duisburg

Am 1. September ruft das Aktionsbündnis „Seebrücke-schafft sichere Häfen!“ zur Demonstration auf,

um 17.00 Uhr auf dem Ludgeriplatz in Neudorf. Der DGB in Duisburg unterstützt die Aktion und ruft zur Beteiligung auf. „Wir Gewerkschaften solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern gemeinsam mit den Akteuren: sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind. Das Gegenteil passiert zurzeit“, so Wagner. „Männer, Frauen, Kinder ertrinken auf der Flucht. Gerettete Geflüchtete werden tage- oder gar wochenlang auf Schiffen festgesetzt, die nicht anlegen dürfen. Und die engagierten Helferinnen und Helfer werden kriminalisiert, Häfen geschlossen, Rettungsschiffe festgesetzt. Das ist unmenschlich! Gerade der Antikriegstag, an dem wir unzähliger Opfer von Kriegen und Gewalt gedenken, zeigt doch, wie wichtig es ist, Fluchtursachen zu bekämpfen und nicht die Menschen, die auf der Flucht sind oder ihre Retter!

Die Mehrheit der Bevölkerung steht für ein geeintes Europa, für Demokratie und für Menschlichkeit. Die Demonstrationen der „Seebrücke“ sind genau das. Unsere Gewerkschaften unterstützen deshalb den Aufruf zum 1. September. Duisburg ist eine offene und multikulturelle Stadt. Die Stadtgesellschaft hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie Geflüchtete willkommen heißt und rassistischer Hetze wurde stets konsequent begegnet. Deswegen rufen wir zur Teilnahme an der Aktion „Seebrücke – schafft sichere Häfen!“ auf.“

 


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