Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 027 - 22.03.2012

DGB Niederrhein: Am Freitag, dem 23. März ist Equal Pay Day

Equal Pay Day

© Verdi-Frauen

Der DGB weist darauf hin, dass Frauen in Deutschland bis Freitag arbeiten müssen, um das gleiche Geld zu bekommen, das Männer für den Jahreszeitraum 2011 auf dem Konto hatten. 83 Tage mussten Frauen länger arbeiten, um das gleiche Geld zu bekommen wie Männer. „Deutschland ist Schlusslicht bei der Entgeltgleichheit“, sagt Angelika Wagner vom DGB Niederrhein. „Mehr Mädchen machen Abitur, an den Universitäten überwiegt der Frauenanteil. Doch bei der Bezahlung sind Frauen in Deutschland weit abgeschlagen. Nirgendwo in Europa ist die Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern so groß wie in Deutschland.“

Obwohl die Entgeltgleichheit im Grundgesetz verankert sei, ver­dienen Frauen fast ein Viertel weniger als ihre männliche Kolle­gen. Der Equal Pay Day macht auf diesen Missstand aufmerk­sam. „Wir wollen nicht mehr Jahr für Jahr diese Entgeltlücke analysieren und den Begriff „Equal Pay Day“ erklären müssen“, sagt Christl Baudisch, DGB-Frauenausschuss-Vorsitzende. „Es ist Zeit, dass Betriebe und Gesetzgeber die Entgeltlücke endlich schließen.“ Die Gewerkschafterinnen und auch Gewerkschafter fordern, dass Unternehmen endlich verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen und geschlechtergerecht zu gestal­ten. Vor allem Frauen arbeiten oft als Minijoberinnen oder in Be­reichen ohne Tarifbindung. Deswegen ist ein gesetzlicher Min­destlohn nicht unter € 8,50 für Frauen besonders wichtig.


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