Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 034 - 29.08.2017

DGB-Jugend Niederrhein sagt Nein zu Studiengebühren

Am Niederrhein fragen sich mehr als 2.700 junge Menschen, ob sie bald Studiengebühren zahlen müssen. Mit einem Anteil von 41% der Studierenden aus dem Nicht-EU-Ausland an der Hochschule Rhein-Waal ist sie der Spitzenreiter in unserer Region. „Das einstige schwarz-gelbe Vorzeigeprojekt ist damit massiv in Gefahr“, so Fabian Kuntke Jugendbildungsreferent beim DGB Niederrhein. 

Das Beispiel Schweden zeigt, dass die Einführung von Studiengebühren für nicht EU-Ausländer zu einem massiven Rückgang der internationalen Studierenden geführt hat. Die Landesregierung baut mit ihrem Vorhaben Hürden auf, die weniger einkommensstarke junge Erwachsene davon abhalten, ein Studium in Nordrhein-Westfalen aufzunehmen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund lehnt Studiengebühren jeglicher Art grundsätzlich ab. Sie verschärfen soziale Ungleichheiten und führen zum Ausschluss von Bildung.

„Wer A sagt kann unter Umständen auch B sagen. Die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger, kann das Einfallstor für die Einführung von allgemeinen Studiengebühren für alle sein“, so Antonia Kühn Hochschulexpertin des DGB in Nordrhein-Westfalen.

Studierende aus dem Ausland sind als Wirtschaftsfaktor in der Region eine bedeutende Größe. Sie sind als Verbraucher und Kunden vor Ort wichtig, ergänzen den Fachkräftebedarf und sichern zugleich auch den Hochschulbetrieb als großen Arbeitgeber.

 

Fabian Kuntke, Jugendbildungsreferent DGB Region Niederrhein

Fabian Kuntke, Jugendbildungsreferent DGB Region Niederrhein DGB NR

Antonia Kühn, Hochschulexpertin des DGB NRW

Antonia Kühn, Hochschulexpertin des DGB NRW DGB NRW


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