Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 015 - 08.02.2012

DGB-Senioren Duisburg: Eindeutiges Votum für einen Neuanfang in Duisburg

Logo Abwahl OB

Duisburger Bündnis Abwahl

Mit einer überwältigenden Mehrheit votieren die Senioren der Duisburger Gewerkschaften am kommenden Sonntag für eine Ab­wahl des Oberbürgermeisters Sauerland, um dadurch einen Neu­anfang in Duisburg zu ermöglichen.

Für Günter Niel, dem Sprecher der DGB-Senioren, ist die bevor­stehende Abwahl des amtierenden Oberbürgermeisters der vorläu­fige Höhepunkt einer wochenlangen und engagierten Auseinan­dersetzung um die Übernahme der politischen Verantwortung der Love-Parade-Katastrophe. „Sauerland selbst hätte sich und den Bürgern der Stadt viel ersparen können, wenn er zum richtigen Zeitpunkt die Verantwortung übernommen hätte und zurück getre­ten wäre“, so Günter Niel.

Den letzten Auftritt vor den DGB-Senioren hatte „noch-OB“ vor ge­nau zwei Jahren im Duisburger Gewerkschaftshaus. Günter Niel erinnert sich noch sehr genau daran: „Damals ging es in der Dis­kussion um den Erhalt der Seniorenbegegnungsstätten und die Angebote für ältere Mitbürger.“ Viele kritische Stimmen gab es da­mals auch zur geplanten Ausrichtung der Loveparade. „Das passe nicht zu einer Stadt, die kaum noch Geld hat, um die sozialen An­gebote für Ältere und Jüngere oder sozial Benachteiligte aufrecht zu erhalten“, so das damalige Fazit der DGB-Senioren.

Die Katastrophe des 24. Juli 2010 mit 21 Toten und über 500 Ver­letzten wird für immer in die Stadtgeschichte eingehen. Besonders das Verhalten des Oberbürgermeisters im Umgang mit dieser Ka­tastrophe ist für die DGB-Senioren unakzeptabel. „Nach der Love­parade hätte Duisburg einen Oberbürgermeister gebraucht, der Verantwortung übernimmt, wo sie hätte übernommen werden müs­sen, der den Opfern und Angehörigen mit Trost und Hilfe zur Seite steht, der der tiefen Trauer der Stadt eine Stimme und ein Gesicht gibt“, so die DGB-Senioren.

Da der Oberbürgermeister Sauerland nicht bereit ist, die notwendi­gen Konsequenzen aus seinem Fehlverhalten zu ziehen, rufen die DGB-Senioren alle Bürger dieser Stadt auf, an der Abstimmung zur Abwahl des OB am kommenden Sonntag teilzunehmen. „Vielleicht“, so Günter Niel abschließend, „wird dann auch dieser Tag - als ein positives Beispiel für Demokratie und Bürgerbeteili­gung - in die Stadtgeschichte eingehen.“



Nach oben
close