Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 031 - 17.07.2014
DGB Jugend NRW:

Was müssen Schülerinnen und Schüler bei Ferienjobs beachten?

In Nordrhein-Westfalen stehen die Sommerferien vor der Tür. Für viele Schülerinnen und Schüler beginnt damit die Zeit der Ferienjobs. „Ferienjobs sind eine gute Möglichkeit, das Taschengeld aufzubessern und Einblicke in die Arbeitswelt zu bekommen“, erklärt Felix Spreen, Jugendbildungsreferent der DGB-Jugend Niederrhein. „Allerdings dürfen nicht alle Schülerinnen und Schüler jede Tätigkeit ausüben. Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen.“

So verbiete das Jugendarbeitsschutzgesetz eigentlich Kindern bis zum einschließlich 14. Lebensjahr zu arbeiten. Es gebe aber Ausnahmen. „Stimmen die Eltern zu, ist es Kindern über 13 Jahren erlaubt, bis zu zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr jobben“, sagt Felix Spreen. Im landwirtschaftlichen Bereich seien sogar drei Stunden täglich innerhalb dieses Zeitraums erlaubt. „Voraussetzung ist immer, dass es sich um leichte Tätigkeiten handelt – das können zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitungen austragen oder Botengänge sein.“

Für Jugendliche, also 15- bis 17-Jährige, gebe es beim Jobben in den Ferien weniger Einschränkungen. „Aber auch hier sind einige Regeln zu beachten“, erläutert Felix Spreen. „Wenn die Jugendlichen noch schulpflichtig sind, dann dürfen sie nicht länger als vier Wochen pro Jahr in den Ferien jobben. Denn ganz klar gilt: Schulferien dienen in erster Linie der Erholung.“ Die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche dürfe daher nicht überschritten werden, auch nicht der Arbeitszeitraum zwischen 6 bis 20 Uhr. Doch auch bei der Arbeitszeit seien Ausnahmen möglich, so Spreen weiter. „Wenn ein Schüler oder eine Schülerin bereits 16 Jahre alt ist, darf er oder sie im Gaststättengewerbe bis 22 Uhr und in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr arbeiten. Wochenendarbeit ist allerdings tabu – außer zum Beispiel bei Sportveranstaltungen.“

Arbeitgeber seien verpflichtet, auf das Jugendarbeitsschutzgesetz zu achten, fährt Felix Spreen fort. Außerdem müssten sie die Schülerinnen und Schüler für ihren Ferienjob über den Betrieb unfallversichern. „Die DGB Jugend NRW empfiehlt den Jugendlichen außerdem, den Lohn im Blick zu behalten: Auch Ferienjobs sind Jobs, die fair entlohnt werden sollten. Beiträge zur Sozialversicherung fallen nicht an, das ist wichtig zu wissen.“


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