Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 025 - 27.07.2018
Unsichere Beschäftigung macht krank

Duisburg braucht gute, unbefristet Arbeitsplätze mit Perspektive

Der regionale DGB beurteilt die Auswertung des Gesundheitsreports der Techniker-Krankenkasse „Fit oder fertig?“ kritisch.

„Beim Hinweis auf die häufigen Krankheitstage der Duisburger fehlen hier wichtige Aspekte und Handlungsempfehlungen“, macht Angelika Wagner, DGB-Geschäftsführerin deutlich. „Dabei gibt es direkt in der Einleitung des Reportes einen klaren Hinweis, dort steht, nur „ ..zwei Drittel der Erwerbspersonen waren im Untersuchungszeitraum von Anfang 2013 bis Ende 2017 durchgängig beschäftigt“. Das heißt also, ein Drittel war das nicht. Und da in Duisburg dieses Verhältnis noch viel schlechter ist, muss das in die Auswertung einbezogen werden.

Wir haben die höchste Quote an befristet Beschäftigten. Allein im letzten Jahr stieg die Beschäftigung in der Leiharbeit in Duisburg um 13,45%! Leiharbeitnehmer bekommen meist deutlich weniger Geld für die gleiche Arbeit als Stammbeschäftigte, und wissen oft nicht, wie lange sie Arbeit haben. Wir haben mehrere Betriebe, in denen die Beschäftigten Sorge um ihren Arbeitsplatz haben. Wir haben zu wenig Beschäftigte in Verwaltung und Gesundheitsberufen. Die viele Arbeit, die dort anfällt, muss von immer weniger Beschäftigten geleistet werden. Mehrere Studien haben bereits die Zusammenhänge aufgezeigt: Gesundheitsprobleme kommen bei prekär Beschäftigten gehäuft vor. Dazu zählen auch die Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz als gefährdet einstufen, befristete Verträge haben, die für Leiharbeitsfirmen tätig sind oder Niedriglöhne erhalten. Und das sind in Duisburg besonders viele.

Die Ergebnisse machen also deutlich, dass dort, wo die Unsicherheit der Beschäftigung groß ist, auch Gesundheitsprobleme wachsen.

Das Gesundheitsmanagement in Betrieben ist ein wichtiger Ansatz. Aber damit ist nicht damit getan. Wir brauchen gute, gut bezahlte und sichere Arbeitsplätze. Die Rahmenbedingungen dafür müssen verbessert werden. Nur dann werden auch die Betriebe fit für das Thema Arbeit 4.0.“

 

 

 


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