Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 036 - 04.09.2018

DGB Duisburg: Ausbildungsmarktlage macht Grund zur Sorge

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Duisburg äußert sich zur aktuellen Ausbildungssituation und den damit verbundenem Fachkräftemangel.

„Die derzeitige Ausbildungssituation wird den Facharbeiterbedarf nicht lösen“ sagt die Duisburger DGB-Vorsitzende Angelika Wagner. „Statt mit Investitionen in die Ausbildung die Fachkräfte von morgen auszubilden, ingorieren die Unternehmen weiter den Nachwuchsbedarf“. Der DGB hält dabei die Klagen über einen Fachkräftemangel für nicht nachvollziehbar. Seit über vier Jahren seien die Gewerkschaften mit Arbeitgebervertretern und Einrichtungen auf dem Ausbildungsmarkt in diesem Thema engagiert. „Es wurden Pläne erstellt und Hochrechnungen gemacht, die genau das vorausberechneten, was sich nun abzeichnet. Es wurden Bereiche und Branchen definiert, in denen sich ein Fachkräftebedarf abzeichnet. Die Betriebe haben die Warnungen ignoriert und es verpasst die jungen Menschen auszubilden. Nun fehlen die Fachkräfte“.

Der DGB kritisiert weiter, dass in Duisburg zu wenig Ausbildungsplätze angeboten werden. „Auf einen Bewerber kommen im Durchschnitt rund 0,79 Ausbildungsplätze. Damit schneidet Duisburg schlechter ab als im Landesdurchschnitt“. Insgesamt wurden für den Berichtszeitraum August 2018 rund 2.877 Ausbildungsplätze für 3.645 BewerberInnen angeboten. Die Ausbildungssuchenden, die keinen Platz fanden, erhielten zwar eine Alternative angeboten, etwa eine Qualifizierungsmaßnahme oder weiteren Schulbesuch, aber eben keine Ausbildung. Bis zum 30. August 2018 blieben nach aktuellen Zahlen deshalb rund 580 Bewerber unversorgt. Außerdem mussten sich in diesem Jahr 1.882 junge Menschen in Duisburg arbeitslos melden, weil sie nach erfolgreicher Ausbildung oder vergleichbarer Maßnahme nicht übernommen wurden. „Ausgebildete Fachkräfte sind also da. Man muss sie nach der Ausbildung auch übernehmen!“

 

 

 


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