Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 031 - 15.08.2018

DGB-Region Niederrhein: Mehr ausbilden!

Fachkräftemangel kann man abhelfen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Duisburg kommentiert die aktuellen Zahlen des Ausbildungsmarktes in Kleve.

„Fachkräftemangel ist ein hausgemachtes Problem“, sagt der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Kleve, Rolf Wennekers. „Aber anstatt daraus zu lernen und das Ruder herumzureißen werden die gleichen Fehler weitergemacht“. Der DGB hält die Klagen über einen Fachkräftemangel für nicht nachvollziehbar. Seit über fünf Jahren seien die Gewerkschaften mit Arbeitgebervertretern und Einrichtungen auf dem Ausbildungsmarkt in diesem Thema engagiert. „Mit Unterstützung der Regionaldirektion der Arbeitsagentur wurden Pläne erstellt und Hochrechnungen gemacht, die genau das vorausberechneten, was sich nun abzeichnet. Es wurden Bereiche und Branchen definiert, in denen sich ein Fachkräftebedarf abzeichnet. Hätten diese Betriebe dann ausgebildet, wären die Fachkräfte jetzt da.“ Der DGB kritisiert, dass statt dessen das Ausbildungsangebot in Kleve stagniert. „Nur 2 Ausbildungsplätze mehr als im Vorjahr werden angeboten. Zwar ist die Zahl der Bewerber zurückgegangen, aber es gibt trotzdem 624 Bewerber mehr als Stellen.

Die Ausbildungssuchenden, die keinen Platz finden, erhalten zwar eine Alternative angeboten, etwa eine Qualifizierungsmaßnahme oder weiteren Schulbesuch, aber eben keine Ausbildung. Außerdem mussten sich in diesem Jahr 1.052 junge Menschen in Kleve arbeitslos melden, weil sie nach erfolgreicher Ausbildung oder vergleichbarer Maßnahme nicht übernommen wurden. Ausgebildete Fachkräfte sind also da!“

Der DGB weist darauf hin, dass in Kleve noch weniger Betriebe als im Landesdurchschnitt überhaupt ausbilden. „Hier muss dringend etwas geschehen. Und bei den freien und lange freibleibenden Plätzen müssen Arbeitgeber die Gestaltung der Ausbildung überdenken“, fasst Rolf Wennekers zusammen.


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